Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier


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Montag, 22. Oktober 2012

Lieblingsheilige von Father Zuhlsdorf, hl. Nunilo und Alodia

Heute ist das Fest der hl. Nunilo und Alodia, Jungfrauen und Märtyrerinnen, die Father Zuhlsdorf sehr verehrt und die er, wenn es in seinen Blogeinträgen um Moslems geht, immer anruft.
hl. Nunilo und Alodia, bittet für uns!
"Today, 22 October, is the feast of the glorious martyrs Sts. Nunilo and Alodia!
Nunilo and Alodia were 9th c. virgin martyrs in Huesca, Spain. They were born to a Muslim father and Christian mother. They chose their mother’s Christianity.

As a result of their choice for Christ, the Emir Abd ar-Rahman II executed them as apostates according to Sharia law.
Oh yes. "

Übersetzung:

Nunilo und Alodia waren im 9. Jahrhundert in Huesca, Spanien, Jungfrauen und Märtyrerinnen. Ihr Vater war Moslem und ihre Mutter Christin. Die Schwestern wählten den christlichen Glauben ihrer Mutter. Wegen ihrer Entscheidung für Christus tötete sie der Emir Abd ar-Rahman II. als Apostaten vom Islam entsprechend der Scharia. Oh ja.



Weiter auf Englisch hier.

Zur Erklärung: Unter der Scharia, dem Gesetz Allahs, gilt, dass jedes Kind eines Moslems automatisch ein Moslem ist. Ein Abfall vom Islam zieht die Todesstrafe nach sich.


Der hl. Priester Eulogius von Cordoba, selbst später Märtyrer, hat über ihr Martyrium berichtet.


Kardinal Burke über die Unkeuschheit bei Priestern

Kein Vierteljahr vergeht ohne neue Ungehorsams-Initiative von Priestern.

Kardinal Burke hat auf den wahrscheinlichen Grund für Ungehorsam bei Priestern schon vor zwei Jahren hingewiesen, Michael Voris erläutert ihn näher :


"Chastity" heißt Keuschheit.
Wo es Probleme mit der Keuschheit gibt, gibt es auch Probleme mit dem Gehorsam, ist die Quintessenz dieses Videos.

Siehe auch von Michael Voris: Sex und Sittlichkeit


Samstag, 29. September 2012

Zahl der Priester in deutschen Konzentrationslagern

Lagerkapelle im KZ Dachau,
aufgenommen bei der Probe zur Priesterweihe
des sel. Karl Leisner
Quelle
(...) Der Pries­ter lebt gefähr­lich; denn die Kir­che ist immer eine lei­dende Kir­che. Sie wird immer Ver­fol­gung lei­den, wenn sie ihren Auf­trag, den sie vom Herrn bekom­men hat, voll­gül­tig durch­führt. Denn die­ser Auf­trag weckt die Gereizt­heit der Men­schen, und diese Gereizt­heit schlägt sich in Haß nie­der, und so wird die Kir­che immer eine ver­folgte Kir­che sein.  
Es ist etwas ganz ande­res, meine lie­ben Freunde, ob ich in der Ver­fol­gung auf Frau und Kin­der Rück­sicht neh­men muß, die mir anver­traut sind, oder ob ich allein stehe. Wenn ich frei bin, werde ich mit grö­ße­rem Elan, mit mehr Mut und mit stär­ke­rer Tap­fer­keit des Her­zens den Ver­fol­gern wider­ste­hen. So war es immer, und so wird es immer blei­ben. Den­ken wir, meine lie­ben Freunde, an die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus!  
Vom Jahre 1934 bis 1945 wur­den in die deut­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger 2.​806 Geist­li­che ein­ge­lie­fert, 2.​806 Geist­li­che. Davon waren 95 % katho­li­sche Pries­ter und nur 4 % pro­tes­tan­ti­sche Reli­gi­ons­die­ner. Ist das nicht ein Zei­chen dafür, wer sich in die­ser Gefah­ren­zeit gut geschla­gen hat und tap­fer gehal­ten hat?  
Von den 447 Geist­li­chen, die im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Dachau waren, waren 411 Katho­li­ken und nur 36 Pro­tes­tan­ten. Als es dann nach dem Krieg um die Ent­na­zi­fi­zie­rung ging, also die Aus­mer­zung der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­gan­gen­heit, da hat man in der ame­ri­ka­ni­schen Zone eine Sta­tis­tik erstellt. 388 Geist­li­che waren von der Ent­na­zi­fi­zie­rung betrof­fen, hat­ten sich also irgend­wie näher mit dem Regime ein­ge­las­sen. Von den 388 Geist­li­chen waren 386 Pro­tes­tan­ten und 2 Katho­li­ken.  
Das sind Zah­len, die, so meine ich, auch für den Zöli­bat spre­chen. Denn hier zeigt sich ganz ein­deu­tig, daß ein Mann, der sich Gott und der Kir­che ganz und gar aus­ge­lie­fert hat, viel tap­fe­rer und viel muti­ger dem Tota­li­ta­ris­mus wider­steht als jemand, der immer durch die Fens­ter von Ehe und Fami­lie auf die Wirk­lich­keit schauen kann. (...) 

alles aus der Predigt: Der Zölibat von Prälat Prof. Georg May

Mehr über verfolgte Priester findet sich in dem Buch Kirchenkampf oder Katholikenverfolgung?, ebenfalls von Prof. Georg May, das noch sehr selten antiquarisch erhältlich ist.

Ebenfalls hoch empfehlenswert zur Weiterbildung in Kirchengeschichte ist das Buch Priester vor Hitlers Tribunalen von Benedicta Maria Kempner.

Siehe auch: Die Verfolgung der katholischen Kirche im Dritten Reich



Mittwoch, 5. September 2012

Wie ein Priester Predigten ausarbeiten sollte - vom hl. Johannes Chrysostomus

hl. Johannes Chrysostomus,
einer der vier großen morgenländischen Kirchenväter
und 
Kirchenlehrer
"(...) Ein begabter Künstler soll auch selbst an seinen eigenen Kunstwerken Kritik üben. Er halte sie für gut oder schlecht, je nachdem der Verstand, der sie geschaffen, sein Urteil abgibt. Hingegen soll er der irregeführten und kunstwidrigen Meinung von Nichtsachverständigen keineswegs irgendwelche Beachtung schenken. 
Demgemäss soll auch der, welcher als Lehrer in die Öffentlichkeit tritt, sich um die Lobsprüche anderer nicht kümmern, noch weniger sich durch solche Leute mutlos machen lassen; vielmehr verfertige er seine Predigten so, dass er Gott gefalle. 

Denn Gott allein muss ihm Richtschnur und Ziel bei der möglichst besten Ausarbeitung seiner Predigten sein, nicht Beifallklatschen und Lobsprüche. 
Wenn ihm zwar auch von den Menschen Beifall gezollt wird, so weise er das Lob nicht zurück; wird ihm aber solches seitens der Zuhörer nicht gespendet, so suche er es nicht und gräme sich darüber nicht. 
Denn einen hinreichenden, ja überreichlichen Trost für seine Mühen gewährt ihm dann das eigene Bewusstsein, bloss um Gott zu gefallen, seine Predigten ausgearbeitet und gestaltet zu haben.

Wenn er sich nämlich von der Sucht nach unvernünftigen Lobhudeleien gefangen nehmen lässt, so hat er von seinen vielen Anstrengungen und seiner Redegewalt gar keinen Nutzen. Wer den unverständigen Tadel der Menge nicht zu ertragen vermag, der erschlafft und lässt im Fleisse, den er auf seine Predigten verwandte, nach. Darum muss [ein tüchtiger Prediger] vor allem anderen die Kunst gelernt haben, das Lob zu verachten. 
Denn die Redefertigkeit an sich genügt nicht, um seine Tüchtigkeit hierin zu bewahren, wenn nicht auch das andere [die Verachtung des Lobes] hinzukommt. Bei genauer Prüfung wird man des Weiteren erkennen, dass auch dem, welcher der Gewandtheit im Reden entbehrt, nicht minder die Verachtung des Lobes vonnöten ist als dem Redebegabten. Kann es doch nicht ausbleiben, dass er viele Fehler begeht, wenn er für die Meinung der grossen Menge sich eingenommen zeigt. 
Denn da er nicht in der Lage ist, den durch Redetüchtigkeit sich auszeichnenden Predigern gleichzukommen, so wird er dann keine Bedenken tragen, ihnen hinterlistig durch Neid und grundlosen Tadel nachzustellen und noch andere derartige Unanständigkeiten gegen sie zu begehen. Ja, er wird alles daran setzen und sollte es auch sein Leben kosten, um deren Ruhm auf die eigene erbärmliche Unbedeutendheit herabzudrücken. Ausserdem wird er [bei seinen Predigten] jeder anstrengenden Arbeit sich entziehen, nachdem eine Art von Lähmung sich über seine Seele ausgebreitet hat. Denn für denjenigen, der nicht imstande ist, Lobsprüche zu verachten, genügt schon der Umstand, dass er trotz vieler Mühen nur wenig Beifall erntet, um ihn mutlos zu machen und in tiefen Schlaf zu versetzen. (...)"

alles aus: Über das Priestertum, 5. Buch, Kapitel VII und VIII


Samstag, 1. September 2012

Das Gott wohlgefällige Gebet um Priesterberufungen

"Selbst­ver­ständ­lich müs­sen wir beten um Pries­ter, um gute und hei­lig­mä­ßige Pries­ter, und ich wün­sche vor allem, daß die Fami­lien beten: 
Herr, laß uns so leben, dass aus unse­rer Fami­lie ein Pries­ter her­vor­ge­hen kann.
Laß uns so leben, dass aus unse­rer Fami­lie ein Pries­ter her­vor­ge­hen kann."

Das sagte Prälat Georg May in seiner Predigt Gründe für den Priestermangel.

Mit welch durchschlagendem Erfolg die englische Konvertitin Eliza Vaughan dies und ähnliches für ihre 13 Kinder gebetet hat, kann man in der Broschüre Gebt uns heilige Priester! - Broschüre zum Gebet für Priesterberufungen in der Welt nachlesen (S. 16-18)
(kann man auf "ganzer Bildschirm" stellen) 
Herbert Kardinal Vaughan,
einer der Söhne von Eliza Vaughan

weitere ihrer Söhne hier, hier und hier






Donnerstag, 16. August 2012

Bischöfe, Priester und die Vernachlässigung ihrer Pflicht

Die Muttergottes in Fatima hat ausdrücklich angemahnt, dass jeder seine Standespflichten gut erfüllen soll. Welcher Katholik weiß heute überhaupt noch, dass er Standespflichten hat, geschweige denn, dass er diese nur unter Sünde vernachlässigen kann? Aber wie sollen Laien wissen, was Bischöfe und Priester offensichtlich selber nicht mehr wissen, oder soll man sagen: nicht mehr wissen wollen?

Der Apostolische Protonotar Prof. Georg May, der seit 50 Jahren mit großem Schmerz und Trauer den inneren Kirchenabbruch durch Bischöfe und Priester verfolgen muss, mahnte jüngst erneut:
"(...) Die Bischöfe sol­len die Nor­men des sitt­li­chen Lebens vor­le­gen. Die Men­schen müs­sen nicht nur wis­sen, was sie glau­ben sol­len. Sie müs­sen auch wis­sen, was sie tun dür­fen.  
Die christ­li­che, die katho­li­sche Sit­ten­lehre ist ein­ge­hend, schlüs­sig und erha­ben. Wird sie von den Bischö­fen voll­stän­dig und situa­ti­ons­be­zo­gen vor­ge­legt? Wie viele deut­sche Bischöfe erklä­ren den Men­schen, dass nie­mand, der im Dau­er­zu­stand der schwe­ren Sünde lebt, die Sakra­mente der Buße und des Alta­res emp­fan­gen kann, es sei denn, er bekehrt sich? Wel­cher deut­sche Bischof hat in einer Zeit gren­zen­lo­ser Ver­wir­rung die katho­li­sche Lehre über die geschlecht­li­che Sitt­lich­keit aus­führ­lich und abstri­ch­los vor­ge­legt? 
Die Bischöfe sol­len die ihrem Volk dro­hen­den Irr­tü­mer ban­nen. Sie sol­len die Wölfe von ihrer Herde fern­hal­ten. Tun sie es? Wei­sen sie die Irr­leh­rer in die Schran­ken? Schüt­zen sie das Volk vor den Het­zern und Wüh­lern? Was unter­neh­men sie gegen jene Theo­lo­gen, die zum offe­nen Wider­stand gegen die Ord­nung der Kir­che auf­ru­fen? Was unter­neh­men sie? Grei­fen sie ein, wenn die Lit­ur­gie der Kir­che fort­lau­fend ver­schan­delt wird? Wel­che und wie viele Bischöfe stel­len sich vor den Hei­li­gen Vater, wenn er ver­un­glimpft wird? 
In einer Zeit der Gleich­gül­tig­keit gegen die Wahr­heit wäre es not­wen­dig, die Unter­schei­dungs­leh­ren zwi­schen katho­li­scher Kir­che und nicht-katho­li­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten vor­zu­le­gen. Wel­cher deut­sche Bischof kommt die­ser Auf­gabe nach? Ist jemals ein Hir­ten­brief erschie­nen, der den Unter­schied zwi­schen dem katho­li­schen Pries­ter und dem nicht-katho­li­schen Pre­di­ger licht­voll dar­legt? Hat jemals ein Bischof den wesent­li­chen Unter­schied zwi­schen dem Mess­op­fer und der Abend­mahls­feier der Pro­tes­tan­ten erklärt? 
Von den Athe­is­ten wer­den die Natur­wis­sen­schaf­ten bemüht, um den Men­schen den Glau­ben zu rau­ben. Wel­cher deut­sche Bischof hat sich dage­gen zur Wehr gesetzt? Wer hat jemals die Stol­per­steine des Dar­wi­nis­mus dem Volke vor Augen geführt? 
Die Pries­ter haben in ähn­li­cher Weise am Pro­phe­ten­amt Christi Anteil wie die Bischöfe. Sie haben in gewis­ser Hin­sicht die glei­chen Auf­ga­ben in Ver­kün­di­gung und Lehre. Kom­men sie ihnen nach? 
Was träu­felt jeden Sonn­tag von den Ambo­nen auf die zusam­men­schrump­fen­den Gemein­den? Ist es das Evan­ge­lium Christi im Ver­ständ­nis der katho­li­schen Kir­che oder  eine aus­ge­wählte Ver­kür­zung, wie sie den Men­schen grad recht ist, um sie nicht zu beun­ru­hi­gen? (...)"
alles aus der Predigt: Wahre und falsche Propheten 

Donnerstag, 26. Juli 2012

Freitag, 22. Juni 2012

Gebet eines Priesters zum heiligsten Herzen Jesu

Christus König und Hohepriester


O barmherziger Herr Jesu Christe, ich danke Dir und preise Dich um des süßen minniglichen Wortes willen: „Mich dürstet“, das Du am Kreuze gesprochen und womit Du das Leiden Deines Leibes und den Durst Deines Herzens offenbart hast, in welchem Du nach aller Menschen Seligkeit verlangst. 

Darum bitte ich Dich, lieber Herr Jesu Christe, gib mir um Deiner großen Barmherzigkeit willen, dass ich stets so rede und handle, wie es Dir zum Lobe und den mir anvertrauten Seelen zum Heile gereicht, auf dass Dein heiliger Name und der gute Name der Priester durch mich nicht entweiht werde. Amen. 
Pater noster. Ave Maria.


aus: Deutsche Herz-Jesu-Gebete des 14. und 15. Jahrhunderts, Karl Richstätter S.J., Verlag Kösel & Pustet, 1926





Freitag, 27. April 2012

Hl. Petrus Canisius, Apostel nach dem Herzen Jesu



Hl. Petrus Canisius,
Herz-Jesu-Apostel
So viele deutsche Prediger und große Heilige hatten drei Jahrhunderte von der Liebe und dem Erbarmen des göttlichen Herzens gesprochen und geschrieben, treu waren hochherzige Seelen in Deutschland den Gnaden des göttlichen Herzens gefolgt, viel hatte man zum „minniglichen Herzen unseres Herrn“ gebetet. 
Da kam im 16. Jahrhundert die sogenannte Reformation. „Wenn Gott nicht ein Wunder wirkt, ist Deutschland für die katholische Kirche verloren“, das war das Urteil vieler, die die Zeichen der Zeit verstanden. Ob nicht die Erbarmung des göttlichen Herzens das Wunder gewirkt hat?

Drei Jahre nach Luthers Tod war mit dem Augsburger Interim die Verwirrung und Gefahr aufs höchste gestiegen. Da erhielt Petrus Canisius, der erste deutsche Jesuit, im Jahre 1549 zu Rom vom hl. Ignatius den Auftrag, nach Deutschland zu gehen, um an der Rettung des katholischen Glaubens zu arbeiten. Vor seiner Abreise eilte er zur Peterskirche, seine Sendung am Sakramentsaltare dem Herrn zu empfehlen. Als hochbetagter Greis schrieb er für sich selbst in einem Rückblick über sein Leben die Gnade nieder, deren er dort gewürdigt worden war.
Jesus selbst erschien dem jungen Apostel, zeigte ihm das liebeglühende, verwundete Herz und stärkte ihn für seine übermenschliche Aufgabe mit den Gnaden seines heiligsten Herzens. Canisius schreibt*: „Da hast Du mir, o Herr, in Deiner heiligsten Brust gleichsam Dein Herz geöffnet, das ich nahe vor mir schaute, Du hießest mich, aus diesem Borne trinken. Ich sollte Wasser des Heiles aus Deinen Quellen schöpfen. Ich wagte es, an Dein hochheiliges Herz heranzutreten und meinen Durst aus ihm zu stillen. Daraufhin versprachst Du mir ein Gewand, das meine nackte Seele bedecken sollte: Liebe, Friede und Beharrlichkeit.“
Nachher vernahm er mehrere Male die Worte: „Siehe, ich sende euch! Gehet und predigt allen das Evangelium!“ 
Auch zwei Tage vorher, nach der Audienz bei Papst Paul III., der seine Sendung nach Deutschland gesegnet, wurden dem jungen Ordensmann besondere Gnaden zuteil, von denen ebenfalls sein „Testament“ berichtet: „Da gefiel es Dir in Deiner unendlichen Güte, o ewiger Hohepriester, dass ich großen Trost und die Gegenwart Deiner Gnade empfand. Auch die heiligen Apostel segneten und bestätigten meine Sendung nach Deutschland. Es kam mir vor, als ob sie mir, wie einem Apostel Deutschlands, ihr Wohlwollen zuzuwenden versprächen. Du, o  Herr, weißt es, wie sehr und wie oft Du mir an jenem Tage Deutschland empfohlen hast, für das ich zu leben und zu sterben verlangte.“


Mit einem Herzen voll Liebe, das sich entzündet hatte an der Glut des göttlichen Herzens, reiste Canisius dann nach Deutschland. Von einigen Mitbrüdern unterstützt, begann er seine apostolische Arbeit. Und der Erfolg?
„In wenigen Jahren“, schreibt der protestantische Philosoph Paulsen, „war der Fortschritt des Protestantismus zum Stehen gebracht, und am Anfang des 17. Jahrhunderts stand der Katholizismus zur Wiedereroberung gerüstet da… Es ist in dieser Tätigkeit etwas von der stillen, aber unaufhaltsamen Wirkung der Naturkräfte, ohne Leidenschaft und Kriegslärm, ohne Aufregung und Überstürzung.“ So zeigt sich allerdings nach außen hin das übernatürliche Wirken der stillen Gnade, die vom Erlöserherzen ausgeht.
Wie kein anderes Volk der Welt schuldet darum das deutsche Volk dem Herzen Jesu Dank, Liebe und Verehrung. Denn die Erbarmung des Erlöserherzens hat unserem Lande das höchste Gut gerettet, den katholischen Glauben.
alles aus: Karl Richstätter SJ, Das Herz des Welterlösers, 1932, S.32 ff.



* P. Richstätter schrieb schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, dass diese typische Sprache der Mystiker für moderne Ohren eigenartig klingt, dass es aber leider nur zeige, wie sehr die Liebe der heutigen Katholiken zu Christus erkaltet ist.

Dienstag, 17. April 2012

Die drei Priester auf der sinkenden Titanic

"Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, wie ich euch geliebt habe. 
Eine größere Liebe hat niemand als diese, dass er sein Leben für seine Freunde hingibt." (Joh. 15.12,13)


Nach den Erklärungen in der Vulgata, meint der Heiland damit: Liebet wie ich. Ich aber liebe bis zum höchsten Grade, bis zur Hingabe aller Güter, selbst des Lebens, also seid zu solcher Nächstenliebe bereit.


Diese Liebe hatten die Priester auf der Titanic. HIER und ausführlich HIER nachzulesen.
Die Titanic sank inzwischen tiefer und tiefer und vielen Passagieren kam die Erkenntnis, dass das hellerleuchtete Schiff nicht unsinkbar sei.
Dadurch war die Arbeit der beiden Priester auf Deck beendet, sie gingen nun in die Räumlichkeiten der Zweiten Klasse um dort Trost und Zuversicht zu spenden und um sich zu vergewissern, dass auch alle Passagiere an Deck gebracht würden.
 
Um kurz vor 2:00 Uhr erschienen die Priester wieder auf Deck, wo noch immer über 1500 Menschen auf einen Platz in den Rettungsbooten warteten, welche schon fast alle zu Wasser gelassen waren. Beiden Priestern war bewusst, dass ihr Beistand in den kommenden Minuten dringend gebraucht werde. Die Menschen sollten wissen, dass sie Gott nicht verlassen hatte. 
Die beiden Priester lehnten sogar ab, als ihnen ein Platz in einem Rettungsboot angeboten wurde, sie wollten für die Menschen an Bord da sein - und opferten so ihr Leben. Um den Menschen ihre Todesangst ein stückweit zu nehmen, beteten die beiden Priester mit ihnen. 
Als das letzte Boot hinabgelassen war, sahen die Insassen dieses Bootes ganz deutlich, wie die beiden Priester den Rosenkranz vorbeteten, und hörten, wie eine große Anzahl kniender Passagiere in inbrünstigen Gebeten antworteten. 

Dann erloschen die Lichter der Titanic, so dass man nicht mehr sehen konnte; aber man hörte weder Jammergeschrei noch Schreckensrufe. (1) 
Um etwa 2:20 Uhr des 15. Aprils 1912 sank die Titanic und riss 1496 Menschen, darunter Pater Joseph Peruschitz und Father Byles, in den Tod. Quelle
(1) aus: Zeitschrift "America" New York 1912

Der Untergang der Titanic
Willy Stöwer
"Das Konvent Scheyern machte keinen großen Wirbel um das Ableben des Pater Joseph Peruschitz. Es herrschte die unumstößliche Meinung, dass Pater Joseph seine Pflicht als Priester voll und ganz erfüllt hatte, wie es jeder Geistliche an seiner Stelle auch getan hätte.
R.I.P
P. Josephus Peruschitz, O.S.B.
„Qui in nave ista Titanica pie se devovit“

Viele Menschen aus der Heimat des Paters waren der Ansicht, dass ein großer Gedenkstein im Klostergarten errichtet werden müsse. Doch im Kloster erinnert  heute nur eine kleine Gedenktafel (Inschrift: "P. Joseph Peruschitz, O.S.B. der sich auf diesem berühmten Schiff Titanic gottesfürchtig geopfert hat") aus Solnhofener Kalkstein im Ostflügel des Kreuzgangs, wo jeder Klosterangehörige bis 1937 auch ohne ein geschichtliches Großereignis die gleiche Grabtafel zum Gedenken bekam, frei nach der Mönchsregel der Gleichheit untereinander." Quelle
Bis zum 29. April 2012 sind noch historische Dokumente über P. Peruschitz und die Schiffskatastrophe der Titanic in Dorfen/Scheyern zu sehen. P. Peruschitz wurde 42 Jahre alt.


Über Father Byles, 41,  der am Morgen des 14. April 1912 in der hl. Messe auf der Titanic über "geistigen Schiffbruch" predigte, gibt es einen ausführlichen Bericht auf Englisch hier.


Der dritte Priester, der auf der Titanic starb, war der 27jährige Littauer Pater Jouzas Montvila.



Dienstag, 6. März 2012

Was in der konsekrierten Hostie zu sehen wäre

P. Cäsarius aus dem Kloster Heisterbach schreibt: Bei uns war ein Mönch namens Gottschalk. Als dieser vor 6 Jahren in der Christnacht an einem Nebenaltare zelebrierte, sah er nach der Wandlung an Stelle der Hostie ein so schönes Kindlein in seinen Händen, dass auch die Engel an solcher Schönheit ihre Freude haben mussten. Nicht lange danach erkrankte er, und vor seinem Tode offenbarte er seinem Obern diese Erscheinung. 
Dieser erzählte dieselbe einem Pfarrer, Adolf von Deifern genannt, welcher seufzend erwiderte: Warum offenbart Gott solche Dinge den heiligen und im Glauben vollkommenen Männern, vielmehr sollte er uns armen Sündern solche Erscheinungen zukommen lassen, damit unser schwacher Glaube gestärkt werde. 
O Jesus in der Heiligen Hostie,
wir opfern Dich durch Maria dem Vater auf
Als er nun nicht lange nachher bei der heiligen Messe die hl. Hostie zerbrechen wollte, siehe, da sah er darin ein überaus schönes Knäblein sitzen und ihn freundlich anlächeln. 
Hierüber erschrak er anfangs gar sehr, und er musste sich erst ein wenig erholen, bis  er das Kindlein mit Freuden anzuschauen wagte. Nach einer Weile wollte er wissen, was auf der anderen Seite der Hostie sein möchte, wendete dieselbe um und sah Christus am Kreuze hangend, wie er gleich darauf sein Haupt neigte und seinen Geist aufzugeben schien. 
Dieser Anblick ging dem Priester so tief zu Herzen, dass er Tränen vergoss. Die Gestalt des sterbenden Heilands blieb lange vor seinen Augen, und lange stand er da, ohne zu wissen, ob er mit der hl. Messe einhalten oder fortfahren sollte. Unterdessen verschwand die Gestalt des sterbenden Heilands und der Priester vollendete die Messe unter vielen Tränen. 
Das Volk wollte wissen, was ihm geschehen sei, und warum er so langsam Messe gelesen habe. Deswegen stieg er auf die Kanzel, erzählte ihnen die Erscheinung des Christkindleins und wollte ihnen auch die Gestalt des sterbenden Christus erklären. 
Aber sein Herz war so weich, dass er kaum ein verständliches Wort hervorbringen konnte, deswegen stieg er von der Kanzel, brachte mehrere Tage in Reue über seine Sünden und Betrachtung des bitteren Leidens Christi zu und erzählte vielen frommen Leuten die gehabte Erscheinung. 
Diese blieb ihm all sein Lebtag so tief ins Herz eingedrückt, dass er sein Leben besserte, seine begangenen Sünden abbüßte, und seinen Pfarrkindern fortan mit dem besten Beispiel voranleuchtete.


Aus dieser Erzählung können wir einigermaßen erkennen, auf welche Weise unser treuer Erlöser seinen bitteren Tod Gott und dem ganzen Himmel vor Augen stellt, nicht um sie zu betrüben, sondern um ihnen die große Liebe, mit welcher er einen so gar bitteren Tod zur Erlösung der Welt gelitten hat, zu erkennen zu geben. 
O, wenn wir auch die Gnade haben möchten wie jener Priester, wie gerne würden wir zur Messe gehen, wie andächtig würden wir Messe hören, und was für ein herzliches Mitleiden würden wir mit unserem Erlöser haben! Sehen wir dieses auch nicht mit den leiblichen Augen, so sehen wir´s doch mit den Augen des Verstandes und halten es fest durch den Glauben unseres Herzens.  
So oft wir diesen Glauben erwecken, so oft tun wir Christo einen großen Dienst und verdienen jedes Mal einen sehr großen Lohn.

alles aus dem Kapitel "In der heiligen Messe wird Christi Tod erneuert" in: Erklärung des heiligen Messopfers von P. Martin von Cochem


Beschreibung weiterer eucharistischer Wunder: Hier clicken



Donnerstag, 29. Dezember 2011

US-Bischöfe ziehen sich aus Adoptionsvermittlung zurück



Bischof Thomas J. Paprocki
(Diözese Springfield)

Kürzlich rief der Heilige Vater die Bischöfe der USA dazu auf, öffentlich die katholische Lehre zu verteidigen, da er wie Kardinal Burke dort eine Christenverfolgung kommen sieht.
Die US-Bischöfe ziehen sich mittlerweile verstärkt aus der Adoptionsvermittlung.
Zum Beispiel haben sie fast alle Tochtergesellschaften der Organisation „Catholic Charities“ im US-Bundesstaat Illinois geschlossen, die sich mit Adoptionsvermittlung befassten, da an sie nur dann Geld vom Staat fließt, wenn Catholic Charities auch unverheiratete oder homosexuelle Paare als potentielle Adoptionseltern berücksichtigen würde. Das wäre aber gegen das katholische Sittengesetz.
Die katholische Kirche wird als intolerant gebranntgemarkt, wenn sie diese „Paare“ bei der Vermittlung von Kindern (Anm. d. Verf.: unsterblichen Seelen) nicht berücksichtigt. Bischof Thomas J. Paprocki von der Diözese Springfield, Illinois, sagte dazu: „Im Namen der Toleranz werden wir nicht toleriert.“

Einen Artikel der New York Times, die sich leider häufig an der Stimmungsmache gegen die Kirche beteiligt, findet sich hier. Zuvor hatte die NY Times bereits beklagt, dass sich die Bischöfe in den USA nicht mehr um Themen wie Immigration, soziale Ungerechtigkeit oder Nuklearwaffen kümmern, wie in den 80er und 90er Jahren, sondern immer häufiger die sogenannte Homosexuellenehe und die Abtreibung thematisieren.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Der Stolz des Kardinals

Paul Kardinal Cullen

Vor langer Zeit, als Kardinal Cullen lebte, wurde in Dublin ein Priester zu einem Kranken gerufen. Der Kranke befand sich in einem Gasthaus, dessen Besitzer ein Protestant war. Es war eine stürmische und kalte Nacht. Als der Bote zum Priester kam, machte sich dieser sofort auf den Weg. Er kämpfte sich durch Schneematsch und Schlamm und erreichte schließlich das Gasthaus, suchte den Kranken auf und spendete die Sakramente. All dies verlief vollkommen normal. Bis hierhin; denn nun dachte der Besitzer, dass er ein wenig missionieren sollte, und lud den Priester in sein Wohnzimmer ein. Nachdem er einige Erfrischungen angeboten hatte, verriet sich der protestantische Missionar.

„Pater,“, so sagte er, „wenn man nur an den Stolz und die Faulheit dieser Bischöfe und Kardinäle denkt! Ist es nicht ungeheuerlich! Ich wette mit Ihnen, dass der Kardinal Sie auf diesen langen Marsch durch den Schnee geschickt hat, während er sich seine Füße wärmt und einen Tasse guten, warmen Punsch trinkt.“ — „Ich denke, sie tun ihm Unrecht.“ —„Wieso?“—„Weil er nichts dergleichen tut.“ — „Was Sie nur sagen! Woher wissen Sie das?“ — „Ich weiß das aus der besten Quelle. Sie haben mich noch nicht nach meinem Namen gefragt.“ — „Ihr Name! Wie heißen Sie denn?“ — „Cullen, Kardinal Cullen.“

Sofort sprang der Gastwirt auf, und nahm seinen Hut ab. „Bitten verzeihen Sie mir, Eminenz! Ich sprach aus Unwissenheit. Soll ich Eurer Eminenz eine Kutsche rufen?“ – „Oh nein, ich gehe so zurück, wie ich gekommen bin; ich bin solche Reisen gewohnt.“

Der Kardinal ging. Einige Tage später suchte der Gastwirt einen Priester auf, um sich im Glauben unterrichten zu lassen, und wurde schließlich in die Kirche aufgenommen. Dies ist eine wahre Begebenheit.


 
(Übersetzt aus: Catholic, Ausgabe 269)

Montag, 21. November 2011

Der Priester und die heilige Messe





„Wüsste man, was die heilige Messe ist, man würde sterben. Das Glück, die heilige Messe lesen zu können, wird man erst im Himmel begreifen. Mein Freund! Die Ursache all des Unglücks und aller Lauigkeit eines Priesters liegt nur darin, dass er auf die heilige Messe nicht sattsam sein Augenmerk richtet.

Ach, mein Gott! Wie ist ein Priester zu bedauern, wenn er an den Altar geht, wie zu einer gewöhnlichen Sache! (und die Tränen des heiligen Pfarrers verdoppelten sich.) Es gibt deren, die damit so gut begannen, und die die heilige Messe während der ersten Monate so würdevoll lasen. Und in der Folge? –   (Neue Tränen!) O, wenn man bedenkt, dass Gott sich gewürdigt hat, dieses so erbärmlichen Menschen anzuvertrauen wie uns! – Was hier so viel Übles anrichtet, das sind die weltlichen Neuigkeiten, diese Unterhaltungen, diese Politik, diese Zeitungen. Damit füllt man sich erst den Kopf und dann geht man an den Altar oder ans Brevier.“

(nach: Alfred Monnin, Missionar, Leben des im Jahre 1859 im Rufe der Heiligkeit verstorbenen Pfarrers von Ars, Joh. Bapt. Maria Vianney, L. Schwann´sche Verlagsbuchhandlung, 1863)


Zur Zeit des heiligen Pfarrers von Ars war das, was seit 2007 „Forma extraordinaria“ genannt wird, die Messe, von der er oben spricht. Was würde er über die seit 1969 übliche, so stark verkürzte und veränderte Form, den Novus Ordo Missae, die sogenannte „Forma ordinaria“, deren zeitgenössische Zelebrationsweisen und deren Folgen sagen?