Das wichtigste Gebet ist das Gebet um die Beharrlichkeit bis zum Ende. Siehe hier


Dienstag, 24. April 2012

Über Bischöfe, Erzbischöfe und Patriarchen



Wappen eines römisch-katholischen Erzbischofs,
zu erkennen am grünen Bischofshut (galero) mit zwanzig seitlich herabhängenden gleichfarbigen Quasten (fiochi), sowie am hinter dem Wappenschild aufgerichteten erzbischöflichen Kreuz. Das Pallium weist hin, dass dieser Erzbischof auch ein Metropolit ist.
Was sind die Bischöfe?
Sie sind Nachfolger der Apostel, die in Vereinigung mit dem Nachfolger des heiligen Petrus, d.h. dem römischen Papst die Kirche zu leiten und zu regieren berufen und gewöhnlich einem einzelnen Sprengel oder einer Diözese vorgesetzt sind.

Was wird unter einem Erzbischof, Primas oder Patriarchen verstanden?
Die Erzbischöfe sind die Oberhirten ihres Bistums, wie es die Bischöfe in den ihrigen sind, haben jedoch zugleich die Aufsicht über eine Zahl Bischöfe und Bistümer, welche um das ihrige liegen und die Bistümer zusammen werden dann Kirchenprovinz genannt. 


Primas heißt derjenige Bischof, dessen Bischofssitz der erste und würdigste in einem ganzen Reich ist. Der Name kann ein bloßer Ehrentitel sein oder der Primas kann als Statthalter des Papstes eine wirkliche Gewalt und Gerichtsbarkeit haben. So galt der Erzbischof von Salzburg  als Primas von Deutschland


Patriarchen heißen diejenigen Bischöfe, unter deren Aufsicht und geistlicher Gewalt alle Bischöfe und Erzbischöfe mehrerer Provinzen oder Nationen stehen.


aus: Des ehrwürdigen P. Leonhard Goffine Katholische Handpostille, 69. Auflg. Kösel & Pustet, mit Imprimatur, S.554
Bild: Wikipedia


Über die Wappen kirchlicher Würdenträger HIER



Montag, 23. April 2012

Kardinal Brandmüllers Ratschläge für Katholiken in Zeiten der "Pfarrerinitiative"

Der "Priesteraufstand" in Österreich erinnert langsam an den tschechoslowakischen Priesteraufstand zu Zeiten Benedikts XV. Wenn man die Ursachen untersuchen würden, käme man wahrscheinlich zur gleichen Diagnose wie der damalige Papst.


Seine Eminenz Kardinal Brandmüller fand jüngst deutliche Worte zu solchem Ungehorsam und gibt Verhaltensregeln für Katholiken in diabolischen Zeiten.


Die ganze Predigt HIER


Walter Kardinal Brandmüller
Ein Höhepunkt war die deutliche Predigt von Kardinal Brandmüller gegen die österreichische Pfarrerinitiative. Ausgehend vom Sonntagsevangelium fand der Kardinal klare Worte über Realität und Wirkweise des Satans. Vor diesem Hintergrund verglich er die Initiatoren des „Aufrufs zum Ungehorsam“ mit dem Wirken des „Durcheinanderwerfer“ und „Zerstreuer“ in Person, dem Diabolus. 

Liebe Gläubige, ich frage euch: kann ein Christ, kann vor allem ein Priester sich überhaupt noch katholisch nennen, wenn er dem Stellvertreter Christi den Gehorsam verweigert? Ja, sich dieser Verweigerung gar noch rühmt? Hat nicht Jesus zu den Aposteln gesagt: Wer euch hört, der hört mich – und wer euch verachtet, der verachtet mich?
Nun, meine Lieben, priesterliche Haltung und Gesinnung sieht ganz anders aus! Sie orientiert sich an Jesus selbst, der gesagt hat „meine Speise ist es, den Willen des Vaters zu tun, der mich gesandt hat“ – „Vater, nicht mein Wille geschehe, sondern der Deine“ – und der hl. Petrus sagt: „Christus ist gehorsam geworden bis zum Tod am Kreuz“ – und dadurch hat er die Welt erlöst.

[Der Stolz, die Sünde Satans]

Wer Aufstand und Ungehorsam auf seine Fahnen schreibt, der folgt nicht Jesus Christus nach, sondern jenem, der gesagt hat „non serviam“: ich will nicht dienen! Michael und seine Engel haben ihn in den Abgrund gestürzt. Stolz ist die eigentliche Sünde Satans.

[Was ist zu tun?]

Liebe Christen, was ist zu tun, wie sollen wir uns in einer so gefährlichen Lage verhalten? Schon, sagt man, habe der Aufstand zahlreiche Anhänger gewonnen. 400 Priester und 2000 Katholiken sollen sich der Initiative zum Ungehorsam bereits angeschlossen, und 72 % der Priester ihre Sympathie geäußert haben. Das heißt, dass die Saat des Irrtums und des Bösen, die seit den Büchern von Hans Küng ausgestreut wurde, inzwischen aufgegangen ist.
Da nun gilt es dreierlei zu tun:
  • Das eigene Glaubenswissen an Hand des Katechismus der katholischen Kirche (oder) des Youcat, immer mehr zu vertiefen, damit ihr Wahrheit und Irrtum zu unterscheiden versteht.
  • Sodann müssen wir um Erleuchtung der Irrenden und Bekehrung der Stolzen –
  • aber auch für uns selbst – um Treue im Glauben beten,
  • und schließlich diesen Glauben furchtlos bekennen.

Der Wert eines einzigen Ave Maria - vom hl. Alfons M. v. Liguori

Der hl. Alfons Maria von Liguori,
mit Rosenkranz in der Hand
Er hatte in seinen späteren Lebensjahren
u.a. eine Rückenerkrankung,
weshalb er immer vornübergebeugt war.
"Was sollen wir erst von Alfonsens Liebe zur allerseligsten Jungfrau Maria sagen? Sie wuchs in seinen letzten Lebensjahren unablässig an Stärke und Innigkeit. Da er sein Gehör fast gänzlich verloren hatte, musste man ihn seinem Verlangen gemäß täglich dreimal täglich aufmerksam machen, wenn man mit der Kirchenglocke zum Angelus läutete. Schon in zarter Jugend hatte er das Gelübde gemacht, täglich den Rosenkranz zu beten. Niemals hätte er sich zur Ruhe begeben, ohne seiner innigstgeliebten Königin und Mutter diesen Tribut der Huldigung dargebracht zu haben.Er pflegte zu sagen, seine Auserwählung* sei an diese Andacht geknüpft, und  ein einziges Ave Maria habe mehr Wert als alle Schätze und Vergnügen der WeltDoch konnte ein Rosenkranz seiner großen Liebe zu Maria nicht vollauf genüge tun, er hatte denselben beständig in der Hand."
* zur ewigen Seligkeit
Zitat aus: Leben des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers Alfons M. von Liguori, Stifters der Kongregation des allerheiligsten Erlösers. mit Imprimatur, 1898

Der hl. Alfons war übrigens, auch als er noch in der Welt lebte, sehr intelligent, denn er hatte schon mit 16 Jahren den Doktorgrad sowohl in Zivil- als auch in Kirchenrecht und war mit 19 Jahren ein selbständiger, höchst erfolgreicher und gesuchter Rechtsanwalt. So viel zum Urteilsvermögen des hl. Alfons. 
Was dieser also über den Wert eines einzigen Ave Maria sagt, ist absolut ernst zu nehmen. Der hl. Alfons war ein so großer Liebling der allerseligsten Jungfrau, dass diese ihn mehrmals, teils vor Zeugen, ihrer Erscheinung würdigte. Dazu demnächst mehr.


Sonntag, 22. April 2012

Geheiligtes Heim - Die Grundausstattung eines Katholiken


Was gehört dazu (nach Bischof Rudolf Graber):

Kruzifix

Bild oder Statue des heiligsten Herzens Jesu: „Ich werde selbst die Häuser segnen, in denen das Bild meines heiligsten Herzens ausgestellt  und verehrt wird.“ (aus den Verheißungen des göttlichen Herzen Jesu an die hl. Margareta Maria Alacoque)
Bild der sieben Schmerzen Mariens
und Statue Patrona Bavariae
Bild oder Statue der Mutter Gottes
Bild der hl. Familie

Hl. Erzengel Michael, Schutzpatron Deutschlands
Bild des Schutzengels

Hl. Joseph, Nährvater Jesu Christi
Evtl. Bild von Namenspatronen


Weihwassergefäß

Weihnachtskrippe

Früher wurde auf diesem Sideboard der Fernsehgötze angebetet
Rechte Gestaltung des Herrgottswinkels

Versehgarnitur, geweihte Kerzen

Für jedes der genannten religiösen Schmuckstücke gilt die Forderung: Es soll würdig sein und es soll gleichsam religiöse Atmosphäre davon ausgehen. Manche sogenannte moderne Kunst ist eher abstoßend als anziehend.
In einer christlichen Familie hat der Herrgottswinkel weiterhin den Vorrang vor dem Platz, der vernünftigerweise passend für das Fernsehgerät auszuwählen ist.
Das „andächtige Verweilen“ vor dem Fernseher darf das Familiengebet in keiner Weise verdrängen.


Aufzählung und Text aus: Die Familie als häusliches Heiligtum, Die Familie als Hauskirche gewährleistet die Existenz und die Entwicklung der ganzen Kirche, Bischof Dr. Rudolf Graber, Schnell&Steiner, 1980





Wie erweist sich Christus als guter Hirte?

Christus als guter Hirte
alle Schafe schauen vertrauensvoll auf ihn
Mosaic, 5. Jahrhundert,
Ravenna, Grab von Galla Placidia

  1. Indem er die verlorenen Schafe, das sind die Sünder, Irr- und Ungläubigen, liebend aufsucht, um sie zur Erkenntnis der Wahrheit und zur Bekehrung zu führen.
  2. Indem er die Gefundenen, die Bekehrten, mit Liebe aufnimmt, mit der Kraft seiner Gnade die Schwachen gleichsam auf seinen Schultern trägt. 
  3. Indem er sie auf gute Weide führt, ihnen die gesunde Lehre und alle Mittel des Heils anweist, und sie sogar mit seinem Fleisch und Blut in der hl. Kommunion nährt. 
  4. Indem er sie sorgfältig behütet vor dem Wolf, d. h. vor dem Teufel und seinem Anhang. 
  5. Indem er sogar für sie sein Leben hingibt, um sie dem Wolfe zu entreißen und davor zu bewahren.
aus: Des ehrwürdigen P. Leonhard Goffine Katholische Handpostille, 69. Auflg. Kösel & Pustet, mit Imprimatur, S.303


Samstag, 21. April 2012

Predigt zum Guthirtsonntag

Von Prälat Georg May


Geliebte im Herrn!
Die ein­zel­nen Zeit­al­ter der Kir­chen­ge­schichte haben eine Vor­liebe für ein bestimm­tes Bild Jesu gehabt. In der einen Zeit hat man Jesus vor allem als Wel­ten­rich­ter oder als den All­herr­scher oder als den Wan­der­pre­di­ger oder als den Schmer­zens­mann gese­hen. Die ers­ten drei Jahr­hun­derte haben Chris­tus vor allem als den Guten Hir­ten ver­ehrt. In den Kata­kom­ben hat man 55 Bil­der des Guten Hir­ten ent­deckt.
Christus als der Gute Hirte (Priscilla-Katakombe - Rom)
Der Gute Hirt war, wenn man so sagen will, das bevor­zugte Bild der alten Chris­ten­heit. Warum? Weil sie durch die Wüste wan­derte und von Wöl­fen umge­ben war; weil die Ver­fol­gung sie stän­dig bedrohte. So nahm sie ihre Zuflucht zum Guten Hir­ten.

Wo immer die Chris­ten­heit in Gefahr ist und wo immer der Ein­zelne in Ver­su­chung ist, da soll die Erin­ne­rung an den Guten Hir­ten wach gehal­ten wer­den. Er ist stark, und er ist gut. 
Er kennt die Sei­nen; er kennt jeden Ein­zel­nen. Ich habe ein­mal gele­sen, dass ein mensch­li­cher Hirte seine Schafe am Gesicht erkennt. Er kann also unter Hun­der­ten von Scha­fen ein jedes vom ande­ren unter­schei­den am Gesicht. Wenn das schon ein mensch­li­cher Hirte kann, um so mehr der gött­li­che Hirte. 
Er kennt seine unzäh­li­gen Schäf­lein, er kennt ein jedes mit Namen. Kei­nes bleibt sei­nem lie­be­vol­len, wach­sa­men Blick ver­bor­gen, und er geht einem jeden nach. Einem jeden. 
Aber, so scheint es, mit beson­de­rer Sorge den Ver­un­glück­ten, der Ver­irr­ten. Wir könn­ten ja anneh­men, dass Jesus sich beson­ders um die frömms­ten und um die zutrau­lichs­ten Men­schen müht, um die Bes­ten aus sei­ner Herde. 
Aber nein, wir erfah­ren das Merk­wür­dige, dass er die Unfrom­men, die treu­los Weg­ge­lau­fe­nen, die gänz­lich Ver­irr­ten vor allen ande­ren mit den größ­ten Mühen und mit den größ­ten Opfern sucht und betreut. Seine Aus­sa­gen dazu sind ein­deu­tig:
weiter HIER



Woran erkennt man, dass man zu den Schafen Christi gehört?

Süßes Herz Jesu,
erbarme Dich unser
und unserer irrenden Brüder!
(Damit sind die Schismatiker und Häretiker gemeint)

Wenn man Ihn kennt und Ihm folgt, wie der Heiland selber sagt: „Die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen; einem Fremden hingegen folgen sie nicht, sondern fliehen vor ihm, weil sie des Fremden Stimme nicht kennen.“ 
Wer also dem Rufe des Herrn zur Bekehrung, zum wahren Glauben folgt und seinem Beispiel nachfolgt in aller Tugend, den erkennt der Herr als den Seinen an; aber ein solcher Christ erkennt auch aus Erfahrung, dass Jesus wahrhaft ein guter Hirt ist; er erfährt den Frieden und den Schutz Gottes sein ganzes Leben hindurch. 
Das kann man am deutlichsten im Leben der Heiligen sehen.



aus: Des ehrwürdigen P. Leonhard Goffine Katholische Handpostille, 69. Auflg. Kösel & Pustet, mit Imprimatur, S.303